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13.12.2018 : 18:47

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Konzert der "Klangfarben"

Über allem die Liebe. Texte, Szenen, Bilder und Musik mit dem Vokalqunitett „Die Klangfarben“Am Sonntag, 7. Oktober, 19.00 Uhr gastiert das Vokalquintett „Die Klangfarben“ in Eppingen mit einem Panoptikum aus Texten, Szenen, Bildern und Musik zum Zuhören und Mitsingen. Veranstaltungsort ist die Evangelisch-methodistische Christuskirche, Südring 6, Eppingen.

Die Klangfarben bestehen aus  Sabine Eckert, Annette Schert, Jens Balzer, Martin Deiß und Matthias Kiemle (Leitung und Klavier). Idee und Konzeption stammt von Hartmut Handt, der die Veranstaltung auch moderiert.

Im Mittelpunkt des Panoptikums steht das Brüderpaar John und Charles Wesley, die als Begründer der methodistischen Bewegung gelten. Die Wesley-Zeit – das ist das achtzehnte Jahrhundert. Es ist das Jahrhundert des Hochbarock, der Aufklärung und des Pietismus. Es ist die Zeit von Bach, Telemann und Händel, aber auch von Haydn, Mozart und Beethoven, die Zeit Goethes, Schillers und Kants.

Kurz vor der Mitte dieses Jahrhunderts beginnt in England eine Erweckungsbewegung, eine Singbewegung, eine Sozialbewegung. Charles und sein Bruder John Wesley sind ihre wesentlichen Träger. Beide sind ordinierte Geistliche der Anglikanischen Staatskirche. Beide kommen im Jahr 1738 zur persönlichen Glaubensgewissheit und entfalten eine gewaltige Aktivität. Sie reisen durchs Land, um zu predigen. Da ihnen die Kirchen verschlossen bleiben, tun sie es im Freien. Sie sammeln die Erweckten in Gruppen, methodistische Klassen genannt. Sie erkennen, dass der christliche Glaube weder nur eine Privatsache noch nur eine Sache der Innerlichkeit ist. So entwickeln sie eine gewaltige soziale Aktivität. Der Kampf gegen die Armut im aufkommenden Industrieproletariat, gegen die Sklaverei, gegen den Krieg, für Gefangene – dies sind nur einige Stichworte für ihr soziales Engagement. Daraus gehen u. a. die ersten Gewerkschaften hervor. Ein englischer Historiker meint, durch die methodistische Bewegung sei England eine Revolution wie die französische erspart geblieben.

Der Methodismus ist eine Singbewegung. „Wenn sie’s nicht singen, glauben sie’s nicht“, hat Martin Luther gesagt und das deutsche Kirchenlied geschaffen. Die Wesleys sind in diesem Punkt gute Lutheraner. Charles schreibt in seinem Leben mehr als 9.000 Gedichte, davon fast alle geistlichen Inhalts. Sein Bruder John veröffentlicht, zum Teil gemeinsam mit ihm, nicht weniger als 65 Gesang- und Liederbücher. „Der Methodismus wurde im Lied“ geboren, schreibt eine römisch-katholische Theologin vor einigen Jahren. So liegt es nahe, mit Liedern von den Anfängen der methodistischen Bewegung zu erzählen.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.